Liebe auf den ersten Blick - Die Hochzeitsakademie

Liebe auf den ersten Blick

von Gerlind Hartwig

17. Januar 2018

Liebe auf den ersten Blick? Mal ganz ehrlich: Glauben Sie daran? Dass es diese Liebe gibt und sie auch hält?

Statistiken und Erfahrungswerte vieler Paare oder eher Expaare beschäftigen sich mit dem Thema Liebe auf den ersten Blick. Oft belegen sie etwas anderes. Ich habe früher auch nicht daran geglaubt.  Natürlich fand ich es damals schon total romantisch, wenn ich in meinen Büchern oder in Liebesfilmen miterleben durfte, wie sich ein Paar traf und Hals über Kopf ineinander verliebte. Ein Leben ohne den anderen schien nicht mehr möglich oder wünschenswert zu sein. Die absolute und große Liebe mit Millionen von Schmetterlingen, die selbst dem Leser oder Zuschauer im Bauch ein kribbelig wohliges Gefühl hinterließen. Hach ja, was für ein romantischer und beruhigender Gedanke. Und ich bin mit diesen Gedanken nicht alleine. Denn laut einer Statistik, die „Statista“ im Auftrag von Zalando im Jahr 2014 erhoben hat, glauben über 70 % der deutschen Männer und Frauen an die Liebe auf den ersten Blick.

Doch ist es nicht eher so, dass dieser rosarote Zuckerguss viel zu dick aufgetragen und unrealistisch ist?

Und was sagt die Wissenschaft und Erfahrung dazu zur Liebe auf den ersten Blick?

Am Anfang steht das Verliebtsein. Man findet sich interessant, attraktiv, sexuell anziehend. Spricht über leichte Themen und bettet sich auf einer überdimensional großen, flauschigen und leichten Wolke des Glücks. Das Leben und die gemeinsame Zeit halten großartige prickelnde Emotionen bereit.

Macken hat nur der andere

Bis zu dem Augenblick, in dem wir erkennen, dass unser Partner sogar die eine oder andere kleine Unzulänglichkeit oder auch ganz einfach gesprochen: die eine oder andere Macke hat. Wir selber sind davon natürlich nicht betroffen. Denn wir geben uns ja immer ganz normal und gleich. Es ist immer nur der andere! Ist ja klar. Ja, und je mehr wir voneinander erfahren, desto mehr wägen wir ab. Unbewusst vergleichen wir. Mit ehemaligen Partnern, mit Partnern von Freunden, vielleicht sogar mit Filmhelden. Bis zu dem Moment, an dem es zwei Möglichkeiten und somit zwei Wege gibt. Doch wahrscheinlich wird nur einer bewusst wahrgenommen. Nämlich dieser. Wir finden so viele kleine Macken, mit denen wir nicht leben wollen bzw. können. Oder, und das ist die erst einmal unbewusste und wünschenswerte Variante, wir wollen mit genau diesem Partner leben und unsere gemeinsame Zukunft miteinander verbringen.

Elektrisierte Luft zwischen uns

Doch zurück zur Eingangsfrage: Gibt es Liebe auf den ersten Blick? Als ich meinem Mann das erste Mal begegnete, war die Luft zwischen uns wie elektrisiert. Als wären zwei Magnete an uns befestigt, von denen der Nord- und der Südpol zueinander ziehen würden. Schon wenige Tage später erzählte ich meiner Freundin, dass ich diesen Mann heiraten würde. Und so kam es auch. Das war vor 18 Jahren. Ich glaube ganz fest an die Liebe auf den ersten Blick!

Die Hochzeitsakademie Gerlind Hartwig Wohlbefinden

Viele Fenster und viel Licht sind bei mir wichtig, damit ich mich zuhause wohl fühle

von Gerlind Hartwig

17. Januar 2018

Mitten im Raum steht er. Eins meiner Lieblingsmöbel. Das dunkle Kirschbaumholz frisch geölt, glänzt leicht im Tageslicht. Mit meiner flachen Hand fahre ich über die Tischplatte. Sie fühlt sich glatt und warm an. Ja, hier an diesem großen Tisch ist mein Lieblingsplatz. Doch es ist nicht nur der Tisch, der mich zum Verweilen einlädt.

Gefräßige Fische reißen ihre Mäuler auf

Eine bodentiefe Fensterfront lässt mich auf den kleinen Gartenteich schauen. Den mein Mann liebevoll angelegt hat. Ich sehe wie die Goldfische durchs kühle Nass gleiten. Manchmal scheint es, als spielen sie Fangen. Komme ich oder ein anderes Familienmitglied in ihre Nähe, reißen sie ihre großen Mäuler auf und betteln um Fischfutter. Immer wieder wundere ich mich über ihre Sehfähigkeit und auch ihre Gefräßigkeit. Wie sie von Weitem mögliche Futtergeber erkennen können.

Mein Stimmungsbarometer reagiert verlässlich

Die Mittagssonne strahlt hell und zaubert kleine glitzernde Punkte auf die Wasseroberfläche. Sie findet auch ihren Weg durch die Fensterscheiben. Und durchflutet den gesamten Raum mit hellem Licht. Bewusst habe ich auf flächige Gardinen verzichtet, die mir den Blick nach draußen versperren würden. Gardinen, die dem Sonnenlicht im Wege hängen würden. Ich mag es, wenn das gesamte Haus in ein angenehmes Licht gehüllt wird.

Längst ist erwiesen, dass Tageslicht das Wohlbefinden fördert. Wir produktiver, kreativer und zum anderen auch gelassener mit herausfordernden Situationen umgehen können. Mein Stimmungsbarometer reagiert deutlich auf Tageslichtabstinenz.

Manchmal sind Sonnenstrahlen aber auch gnadenlos

Für mich ist Sonnenlicht ein Lebenselixier. In der Sonne fühle ich mich richtig wohl. Sicherlich bin ich eher ein Tagmensch als ein Nachtmensch. Zugegeben, manchmal ist es lästig, die vielen Fensterscheiben zu putzen. Manchmal machen gerade erst Sonnenstrahlen gnadenlos die Streifen auf den Fenstern sichtbar. Nun, darauf reagiere ich heute gelassen. Denn ich drücke einfach mal ein Auge zu und nehme es so hin, wie es ist. Viel wichtiger ist es mir, dass durch die vielen Fensterscheiben und Terrassentüren Tageslicht mein Zuhause erhellt. Für mein Wohlbefinden sorgt.

Wie wichtig sind Ihnen Fenster und Tageslicht in Ihrem Zuhause? Erhellt Licht nicht nur Ihr Zuhause, sondern auch Ihre Stimmung? Was tun Sie sonst noch dafür?

Ich wünsche Ihnen viele wärmende Sonnenstrahlen.